WUW Konzerte

 

Was passiert musikalisch, wenn europäische Musiker*nnen mit afrikanischen Musiker*innen zusammen musizieren? Das Ergebnis kann man in Brasilien jeden Tag und mit vielen Facetten hören.

Als im 16. Jhdt die Europäer den südamerikanischen Kontinent “entdeckten”, hat die Kultur und die Kunst, die kreative Kraft der Menschen, eine Musik erschaffen, die beide Welten miteinander verbindet. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Menschen Afrikas dorthin verschleppt und ihrer Heimat durch die Europäer entrissen wurden. Und doch ist aus dieser Not etwas Neues entstanden.

Diese Kraft und dieses Feuer möchte das Sebastian Netta tRIO hörbar machen. Die Musiker aus Brasilien und Deutschland treffen auf musikalische Gäste aus der Klassik. Interessanter geht es kaum. Bach trifft auf Bongos, Barockmusik auf die Rhythmen Afrikas. Es erwachsen im 19. Jhdt daraus in Brasilien Choros, eine Liaison aus barocken Akkordstrukturen, gepaart mit der Rhythmik des Samba, die damit faszinierende und virtuose Spielweisen hervorgeracht haben und später auch die Bossa Nova.

Sie werden hören: Choros, Sambas, Bossa Nova und Musica Popular Brasileira (MPB)